Arbeitskreis Geothermie (seit 2004)

Der AK Geothermie wurde auf der konstituierenden Sitzung am 22.07.2004 in Bochum gegründet, die erste Arbeitssitzung fand am 18.11.2004 in Bielefeld statt. Am 07.03.2007 wurde der Arbeitskreis zum gemeinsamen Arbeitskreis der Fachsektionen Hydrogeologie und Ingenieurgeologie der DGG. Der AK kooperiert mit dem Verband Beratender Ingenieure (VBI).

Der AK konzentriert sich auf die Verfassung der Empfehlungen Oberflächennahe Geothermie - Planung, Bau, Betrieb und Überwachung - EA Geothermie (ISBN: 978-3-433-02967-1). Schwerpunkt bildet dabei der Untergrundteil von oberflächennahen geothermischen Anlagen zum Heizen und Kühlen. Dies umfasst sowohl offene (direkte Grundwassernutzung) als auch geschlossene Systeme. Trotz dieser Beschränkung ergibt sich eine umfangreiche Liste an Einzelthemen, die immer wieder, insbesondere im Hinblick auf den Schutz des Grundwassers, diskutiert und reflektiert werden.

Das Dokument soll als Arbeitshilfe für Planer, Behörden und Bauherren dienen. Das Papier befasst sich mit den allgemeinen geologischen Voraussetzungen, den Temperaturpotenzialen, der Erkundung und Messtechnik, der Überwachung und der Qualität der Aufschlussarbeiten sowie mit der langfristigen Überwachung geothermischer Anlagen und ist als Beitrag zum Stand der Technik angelegt.

Anhand von Beispielen hydrogeologischer Standard- und Sondersituationen (Karstgrundwasserleiter, Altlastengebiete, Grundwasserstockwerke etc.) werden die relevanten Fragestellungen aus der Sicht der Hydrogeologie betrachtet.

Berücksichtigt werden dabei:

  • Erkundung und Planung,
  • Einfluss auf Baugrund und Grundwasser bei Bau, Betrieb und Stilllegung (Rückbau) der Anlagen,
  • Abgrenzung in Bezug auf die geotechnischen Kategorien der DIN 4020,
  • Berücksichtigung von Einzel- und Großanlagen sowie Anlagenkumulationen,
  • Berechnung und Modellierung geothermischer Anlagen,
  • Planung, Genehmigung, Überwachung, Mindestumfang der Dokumentation aus hydrogeologischer Sicht,
  • Geothermieanlagen in Schutzgebieten,
  • Einsatz von wassergefährdenden Stoffen in den baulichen Anlagen,
  • Geothermiekataster,
  • Hydrogeochemie und Grundwasserbiologie.

Am AK beteiligen sich rund 20 aktive Fachkollegen aus Hochschulen, Behörden und Ingenieurbüros. Der AK tagt zwei bis drei Mal pro Jahr. An einer Mitarbeit interessierte FH-DGG-Mitglieder sind herzlich willkommen!